VHS auf VHS kopieren - so geht's

von vinett-video Mediaservice

Liebgewonnene VHS-Aufnahmen lassen sich nicht nur durch Digitalisieren auf DVD oder Festplatte sichern oder vervielfältigen. Wer nach wie vor auf das VHS-Format schwört, kann ebenso gut seine VHS auf VHS überspielen. Vor einiger Zeit war diese Art des Kopierens noch Gang und Gäbe, doch heutzutage ist sie bei vielen VHS-Besitzern vielleicht nicht mehr ganz präsent. Wie kann man seine Videoaufnahmen kinderleicht auf VHS kopieren und welche Fehlerquellen gilt es dabei auszuschalten? Wir geben eine Anleitung.

Benötigtes Equipment

Um eine Videokassette zu kopieren, benötigt man zunächst einmal zwei Videorekorder. Idealerweise verfügt mindestens eines der Geräte über zwei SCART-Buchsen, so dass zusätzlich zum zweiten Videorekorder auch ein Fernseher angeschlossen werden kann.

Darüber hinaus benötigt man für den Kopierprozess zwei SCART-Kabel, ein TV-Gerät und natürlich, neben der Kassette mit der Bildquelle, eine weitere, leere VHS-Kassette.

Vorbereitung

Jetzt geht es an die Verkabelung. Zunächst steckt man das erste SCART-Kabel an den passenden SCART-Ausgang von Rekorder A und schließt das andere Ende des Kabels an die SCART-Buchse von Rekorder B an. In die zweite SCART-Buchse von Rekorder B steckt man nun das Ende des weiteren SCART-Kabels und schließt dieses Kabels an die SCART-Buchse des Fernsehers an. Auf diese Weise lässt sich der gesamte Aufnahmeprozess später am TV-Gerät verfolgen und kontrollieren.

Überspielprozess

In Rekorder A legt man nun die Kassette mit der Bildquelle ein und drückt auf "Abspielen". An Rekorder B drückt man solange auf die AV-Taste der Fernbedienung, bis das Bild von Rekorder A auf dem TV-Bildschirm zu sehen ist.

Nun muss man an Videorekorder B nur noch auf "Aufnahme" bzw. "Record" drücken und der Kopierprozess beginnt. Auf dem TV-Bildschirm kann der gesamte Prozess in Echtzeit verfolgt werden. Wenn die Videoaufnahme einmal vollständig durchgelaufen ist, drückt man nur noch auf Stopp und die Videokassette wurde überspielt.

Mögliche Fehlerquellen

Videokassetten kopieren ist ein technisch relativ simpler Vorgang. Dennoch kann es auch hier zu Störungen kommen: Das Bild "grisselt" oder flackert im Resultat oder die Aufnahme kann erst gar nicht gestartet werden. Woran könnte das liegen?

Zunächst sollte noch einmal nachkontrolliert werden, ob die Videorekorder richtig miteinander verkabelt sind. Am wiedergebenden Rekorder muss das SCART-Kabel an einem SCART-Ausgang angeschlossen sein, am Aufnahmerekorder an einem Eingang.

Eine weitere Fehlerquelle könnte beim zu kopierenden Film selbst liegen. Denn ist der Fehler bereits in der Bildquelle vorhanden, lässt es sich nicht vermeiden, dass er sich später auch auf die Kopie überträgt. Daher gilt es, Folgendes zu kontrollieren: Wie sieht die Originalaufnahme aus, wenn man sie direkt am Fernseher betrachtet? Tritt die Bildstörung bei der Wiedergabe mit beiden Rekordern an den gleichen Bandstellen auf und funktioniert der Ton in beiden Versionen durchlaufend?

Eine weitere Fehlerquelle lässt sich nicht ohne Weiteres ausschalten: Handelt es sich beim Originalvideo um eine gekaufte VHS, ist sie möglicherweise durch einen Kopierschutz gesichert. Auch in diesem Fall lässt sich die VHS nicht ohne Bild- und Tonstörungen überspielen.

Tipp

Wir empfehlen, keine bereits bespielten Videokassetten als Trägermedium zu verwenden, denn die Speicherleistung von Magnetbändern nimmt durch wiederholtes Überspielen zunehmend ab. Ein sauberes Bild und einen klaren Ton erzielt man also am besten, indem man neue, leere VHS-Kassetten benutzt.